Für Kanzleien und Schuldnerberatungsstellen

Verbraucherinsolvenz­anträge ohne den Erfassungsaufwand davor.

IntCase führt Ihre Mandantschaft durch die vollständige Datenerhebung, liest fotografierte Gläubigerschreiben automatisch aus und befüllt die amtlichen InsO-Formulare. Sie prüfen das Ergebnis in einer eigenen Oberfläche und geben es frei.

  • Keine Installation Läuft im Browser Ihrer Kanzlei oder Beratungsstelle — nichts einzurichten, nichts zu warten.
  • Keine Einrichtungsgebühr Kosten entstehen erst mit dem ersten eröffneten Fall.
  • Hosting in Deutschland
  • Falldaten verschlüsselt gespeichert
  • AV-Vertrag nach Art. 28 DSGVO
  • Kein Tracking, keine Cookies

Ausgangslage

Der Aufwand liegt selten in der Rechtsfrage.

Das Verfahren selbst beherrschen Sie. Was Zeit kostet, ist alles davor: Angaben zusammentragen, Belege sortieren, Formularfelder befüllen, Fristen nachhalten. Genau dieser Teil wiederholt sich in jedem Fall nahezu identisch.

  • Angaben kommen unvollständig und in Etappen Einkommen, Vermögen, Unterhaltspflichten, Gläubiger — verteilt über Wochen, jede Lücke eine weitere Rückfrage aus dem Sekretariat.
  • Gläubigerschreiben werden abgetippt Forderungshöhe, Hauptforderung, Kosten, Aktenzeichen, Inkassovertreter: pro Fall dutzende Positionen, die jemand aus Briefen und Handyfotos in eine Liste überträgt.
  • Dieselben Daten in vielen Feldern Antrag, Anlage 1, 4, 5 mit sämtlichen Ergänzungsblättern, 6 und 7 — dieselbe Angabe an mehreren Stellen, jede Abweichung ein Rückläufer vom Gericht.
  • Der Einigungsversuch läuft nebenher Wer hat zugestimmt, wer geschwiegen, ab wann können Sie das Scheitern feststellen — der Stand steht verteilt in Postfächern und Handakten.
  • Sprachbarrieren binden Termine Ein erheblicher Teil der Mandantschaft kann ein deutsches Formular nicht selbst ausfüllen — die Erhebung wird zum begleiteten Termin.

So funktioniert es

Vier Schritte vom Mandat zum unterschriftsreifen Antrag.

IntCase setzt an, wenn das Mandat bereits besteht — und endet, bevor eingereicht wird. Die anwaltliche Prüfung und die Einreichung bleiben vollständig bei Ihnen.

  1. Ihre Kanzlei

    Mandat anlegen

    Ihre Mandantin oder Ihr Mandant ist bei Ihnen unter Vertrag. Sie hinterlegen Name und E-Mail-Adresse — mehr benötigt IntCase nicht, um zu starten.

  2. Ihre Mandantschaft

    Geführte Erhebung

    Per persönlichem Zugangslink, Schritt für Schritt am Smartphone, mit verständlichen Erklärungen auf Deutsch oder Englisch. Gläubigerschreiben und Einkommensnachweise werden fotografiert statt abgetippt. Unterbrechen und später fortsetzen ist jederzeit möglich.

  3. Ihre Kanzlei

    Prüfen und freigeben

    Bei Ihnen landen ausschließlich vollständige Fälle: Die Erhebung lässt sich ohne alle erforderlichen Angaben und Nachweise gar nicht abschließen. Sie prüfen also nur noch Inhalte — jede erkannte Position neben dem hochgeladenen Original.

  4. IntCase

    Amtliche Formulare, fertig befüllt

    Antrag und Anlagen werden direkt in das amtliche Formular-PDF geschrieben — kein nachgebautes Freiformat. Die Einreichung bei Gericht erfolgt wie gewohnt durch Sie.

Funktionsumfang

Gebaut für Fallvolumen, nicht für den Einzelfall.

Ein Fall statt fünf Werkzeugen

Erhebung, anwaltliche Prüfung, Schuldenbereinigungsplan, Gläubigeranschreiben und deren Antworten laufen in einem Fall zusammen — mit einem Status, der zeigt, welcher dieser Schritte erledigt ist. Was nach der Einreichung bei Gericht folgt, bleibt bewusst außerhalb der Software.

Foto wird zum Datensatz

Texterkennung läuft auf unseren eigenen Servern. Gläubiger, Forderungshöhe und Aktenzeichen werden als unbestätigter Vorschlag eingetragen. Ihre Mandantschaft bestätigt jede Position einzeln, unsichere Erkennungen sind dabei markiert. Unbestätigtes erreicht kein Formularfeld.

Amtliches Formular-PDF

Antrag auf Eröffnung sowie Anlagen 1, 2/2A, 3, 4, 5 (inklusive aller Ergänzungsblätter 5A–5K), 6 und 7/7A werden direkt im amtlichen AcroForm-PDF befüllt.

Gläubiger und Fristen an einer Stelle

Wer angeschrieben wurde, wer zugestimmt hat, wer geschwiegen hat und welche Frist als Nächstes läuft — je Fall nachvollziehbar, statt über Postfächer verteilt.

Erklärungen auf Deutsch und Englisch

Fragen und Anleitungen gibt es auf Deutsch und Englisch, damit die Mandantschaft versteht, was gefragt ist. Die Angaben selbst werden auf Deutsch erfasst, wie es die amtlichen Formulare verlangen, und Sie prüfen auf Deutsch. Weitere Sprachen für die Erklärungen ergänzen wir nach Bedarf.

Eigene Konten, getrennte Mandate

Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter arbeitet mit einem eigenen Zugang, optional mit Zwei-Faktor-Authentifizierung. Fälle sind strikt nach Kanzlei beziehungsweise Beratungsstelle getrennt.

Was sich ändert

Dieselbe Fallzahl, deutlich weniger Handarbeit.

  • Erfassung verlagert sich — von Ihrem Sekretariat zur geführten Selbstauskunft, ohne dass Qualität verloren geht.
  • Weniger Rückfragen — Pflichtangaben und Nachweise sind Voraussetzung, um weiterzukommen. Ein Fall erreicht Sie erst, wenn nichts mehr fehlt.
  • Konsistente Daten über alle Anlagen — eine Angabe, überall identisch übernommen, statt an fünf Stellen neu getippt.
  • Ein Arbeitsvorrat statt vieler Handakten — alle Fälle einer Kanzlei in einer Liste, nach Status gefiltert statt über Postfächer verteilt.
  • Belegt, solange es zählt — bei der Prüfung steht jede erkannte Position neben dem Originalfoto; die geprüften Angaben bleiben, die Fotos werden nach festen Fristen gelöscht — die Belege haben Sie dann in Ihrer Handakte.
  • Skaliert mit dem Volumen — zusätzliche Fälle kosten zusätzliche Prüfzeit, nicht zusätzliche Erfassungszeit.

Preismodell

Monatlich, nach eröffneten Fällen.

IntCase ist ein reines B2B-Werkzeug: Vertragspartner und Rechnungsempfänger ist ausschließlich Ihre Kanzlei oder Beratungsstelle.

Abrechnung nach Fallzahl

Sie zahlen für die Fälle, die Sie in einem Monat tatsächlich eröffnen — kein Grundpreis für ungenutzte Kapazität.

  • Keine Einrichtungsgebühr
  • Preis je Fall individuell vereinbart, abhängig vom Volumen
  • Monatliche Rechnung an Ihre Kanzlei bzw. Beratungsstelle
  • Zugänge für Ihr Team ohne gesonderte Nutzerlizenzen
Preis anfragen

Die Konditionen legen wir im Gespräch fest — sie hängen davon ab, wie viele Fälle Sie im Monat bearbeiten.

Wer zahlt an wen

Mandantschaft → Ihre Kanzlei Ihre Mandantinnen und Mandanten beauftragen Sie und rechnen mit Ihnen ab — nach RVG oder Ihrer Vergütungsvereinbarung, unverändert zu heute.
Ihre Kanzlei → IntCase IntCase stellt ausschließlich Ihnen in Rechnung, monatlich, nach der Zahl der eröffneten Fälle.
Keine Zahlungsbeziehung dazwischen IntCase erhebt zu keinem Zeitpunkt Entgelte von Schuldnerinnen und Schuldnern und ist an Ihrer Vergütung nicht beteiligt. Damit bleibt die Software das, was sie ist: ein von Ihnen eingesetztes Arbeitsmittel.

Datenschutz und Sicherheit

Mandatsdaten sind der empfindlichste Teil Ihrer Arbeit.

Deshalb hier ohne Marketingvokabular, was technisch tatsächlich passiert — damit Ihre Datenschutzprüfung nicht bei uns anfangen muss.

Betrieb in Nürnberg

Anwendung, Datenbank und Texterkennung laufen auf einem Server eines Hosting-Dienstleisters im Rechenzentrum Nürnberg; der Zugriff ist durchgehend TLS-verschlüsselt. Außerhalb dieses Servers laufen nur die KI-Strukturierung (nächste Karte) und der E-Mail-Versand über einen europäischen Dienstleister mit Servern in Paris.

Falldaten verschlüsselt abgelegt

Personenbezogene Falldaten und hochgeladene Dokumente werden verschlüsselt gespeichert. Zugriff erhalten ausschließlich die Konten der jeweils zuständigen Kanzlei oder Beratungsstelle.

Pseudonymisierung vor der KI-Auswertung

Die Texterkennung fotografierter Dokumente läuft lokal auf unseren Servern — kein Cloud-OCR-Dienst. Erst der pseudonymisierte Text, in dem Namen, Anschriften, Konto- und Aktenzeichen durch Platzhalter ersetzt sind, geht zur Strukturierung an ein Sprachmodell. Findet die abschließende Prüfung noch einen Personenbezug, unterbleibt der Aufruf ganz, statt ungeprüft zu laufen.

Auftragsverarbeitung und Verschwiegenheit

Sie erhalten einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO sowie die Verpflichtung auf die Verschwiegenheit nach § 203 Abs. 4 StGB, wie sie § 43e BRAO für die Einbindung von Dienstleistern voraussetzt.

Ihre Belege bleiben bei Ihnen

Alles, was Ihre Mandantschaft eingereicht hat — Angaben und hochgeladene Unterlagen —, erhalten Sie gebündelt zur Ablage in Ihrer Handakte. Im System werden Fotos und Dokumente danach nach festen Fristen automatisch gelöscht, ohne Ihr Zutun. Die Einzelheiten regelt das Löschkonzept zum AV-Vertrag.

Nachweis, was angegeben wurde

Bevor aus den Angaben ein Antrag wird, bestätigt Ihre Mandantschaft sie ausdrücklich. Sie beide erhalten darüber ein Protokoll — ein belastbarer Nachweis, falls eine Angabe später strittig wird. Hochgeladene Unterlagen werden dabei nicht per E-Mail verschickt.

Zugänge und Zwei-Faktor-Authentifizierung

Persönliche Konten statt geteilter Passwörter, optional mit TOTP-Zweitfaktor. Ihre Mandantschaft benötigt kein Konto: Der Zugang läuft über einen persönlichen, zeitlich begrenzten Link.

Diese Website: keine Cookies, kein Tracking

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Häufige Fragen

Was Kanzleien uns zuerst fragen.

Ersetzt IntCase die anwaltliche Prüfung?

Nein, und das ist bewusst so. IntCase erhebt und strukturiert Daten und befüllt Formulare. Bewertung, Prüfung, Beratung und Einreichung bleiben vollständig bei Ihnen — kein Fall verlässt das System ohne Ihre Freigabe. IntCase erbringt keine Rechtsdienstleistung gegenüber Ihrer Mandantschaft.

Wer ist Vertragspartner der Mandantschaft?

Ausschließlich Sie. Ihre Mandantinnen und Mandanten beauftragen Ihre Kanzlei oder Ihre Beratungsstelle und rechnen dort ab. IntCase tritt ihnen gegenüber nicht als Vertragspartner auf und stellt ihnen nichts in Rechnung.

Wie kommt eine Mandantin oder ein Mandant in das System?

Sie legen den Fall mit Name und E-Mail-Adresse an. Daraufhin geht eine E-Mail mit einem persönlichen Zugangslink hinaus, der direkt in die Erhebung führt — ohne Registrierung, ohne Passwort. Der Link ist an den Fall gebunden und zeitlich begrenzt.

Was passiert, wenn die Texterkennung etwas falsch liest?

Erkannte Positionen sind Vorschläge, keine Festlegungen: Jede Position gilt zunächst als unbestätigt. Bestätigt wird sie von Ihrer Mandantschaft, Position für Position — unsichere Erkennungen sind dort eigens markiert. In der Prüfoberfläche sehen Sie anschließend den übernommenen Wert neben dem hochgeladenen Original. Unbestätigte Positionen erreichen kein Formularfeld.

Wie lange werden die Daten gespeichert?

Nur so lange, wie Sie sie für den Fall brauchen. Fotos und Dokumente werden nach festen Fristen automatisch gelöscht, ohne Ihr Zutun; zuvor erhalten Sie alle Unterlagen zur Ablage in Ihrer Handakte. Ist ein Fall abgeschlossen, wird er noch 30 Tage vorgehalten und danach vollständig gelöscht; Fälle ohne jede Aktivität nach 60 Tagen. Die Einzelheiten regelt das Löschkonzept zum AV-Vertrag.

Welche Formulare werden befüllt?

Der Antrag auf Eröffnung des Verbraucherinsolvenzverfahrens sowie Anlage 1 (Personalbogen), 2/2A (Bescheinigung über den gescheiterten Einigungsversuch), 3 (Abtretungserklärung), 4 (Vermögensübersicht), 5 mit allen Ergänzungsblättern, 6 (Gläubiger- und Forderungsverzeichnis) und 7/7A (Schuldenbereinigungsplan). Die Bescheinigung (Anlage 2/2A) bereitet IntCase aus den Angaben Ihrer Kanzlei und dem Verlauf des Einigungsversuchs vor; sie wird von Ihnen als geeignete Person bzw. Stelle unterschrieben.

Können Schuldnerberatungsstellen IntCase ebenfalls nutzen?

Ja. Das Modell ist identisch: Die Beratungsstelle legt den Fall an, begleitet die Erhebung, prüft und gibt frei; abgerechnet wird mit der Einrichtung, nicht mit den beratenen Personen.

Wie beginnt eine Zusammenarbeit?

Zuerst eine Demo von etwa 30 Minuten am konkreten Ablauf. Danach eine Testphase mit einer kleinen Zahl echter Fälle, begleitet von uns. Vor dem ersten echten Fall schließen wir den Vertrag zur Auftragsverarbeitung und legen den Preis je Fall fest.

Kontakt

Demo vereinbaren.

30 Minuten, ohne Vorbereitung Ihrerseits: Wir gehen einen vollständigen Fall durch — Anlage, Erhebung aus Sicht der Mandantschaft, Prüfoberfläche, befülltes Formular. Anschließend erhalten Sie eine Einschätzung, was IntCase bei Ihrer Fallzahl konkret kostet.

Antwortzeit
In der Regel am nächsten Werktag

Bitte übermitteln Sie über dieses Formular keine Mandatsdaten.